Neue Ausstellungen im Kunsthaus Kaufbeuren

Im kunsthaus kaufbeuren werden vom 19. März bis 27. Juni 2010 zeitgleich zwei verschiedene Ausstellungen gezeigt:

Meister der amerikanischen Landschafts- und Architekturphotographie sowie Vergessene Krisen im FOKUS.

Meister der amerikanischen Landschafts- und Architekturphotographie
Ansel Adams, Berenice Abbott, Alfred Eisenstaedt, Andreas Feininger, Edward Steichen, Alfred Stieglitz, George E. Todd, Carleton E. Watkins, Edward Weston

Neun große Meister der Schwarzweißphotographie preisen in siebzig Werken die einzigartige Schönheit der Natur Amerikas, aber auch die Atmosphäre der pulsierenden Metropole New York sowie den architektonischen Charme amerikanischer Farmhäuser.

Beseelt von der Unberührtheit und Schönheit der urwüchsigen Landschaft des amerikanischen Westens schufen Ansel Adams, Edward Weston und Carleton E. Watkins Photographien, die schon damals wie auch heute zu den Ikonen der Landschaftsphotographie zählen. Angeregt von der Dunkelkammertechnik Ansel Adams schuf George E. Todd in den 1980/90er Jahren Landschaftsaufnahmen vom Westen Amerikas, in denen Komposition und Grauabstufungen zur höchsten Vollendung kommen. Seine Architekturphotographien vermögen die morbide Atmosphäre der alten Farmhäuser auf wunderbare Weise zu vermitteln. Fasziniert von der Architektur New Yorks, verstanden es Edward Steichen, Alfred Stieglitz, Berenice Abbott, Andreas Feininger und Alfred Eisenstaedt den urbanen Bildinhalt mit interessanten formalen Kriterien in einzigartiger Weise in ihren Werken zu verknüpfen.

Im Zeitalter der digitalen Fotografie blicken wir auf das Werk dieser Photographen, die mit der schon fast vom Aussterben bedrohten analogen Technik Meisterwerke geschaffen haben, die uns an die Anfänge und Durchsetzungskraft des Mediums als eigene Kunstform zurückerinnern.

Vergessene Krisen im FOKUS
Vom 19. März bis zum 27. Juni 2010 präsentiert die humanitäre Organisation Ärzte der Welt die Ausstellung „Vergessene Krisen im FOKUS“ im kunsthaus kaufbeuren. Die Photographien zeigen bewegende Geschichten von Menschen aus Krisengebieten, die von der Öffentlichkeit nach und nach vergessen werden.
Die internationale humanitäre Organisation Ärzte der Welt zeigt ausgewählte Photographien des „XII. Luis Valtueña International Humanitarian Photographic Award“. Im Fokus stehen 31 beeindruckende Arbeiten internationaler Künstler, die rund um die Welt Eindrücke aus Krisengebieten, aber auch Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht photographisch dokumentierten. Aufgabe dieser Bilder ist es, die Situation dieser betroffenen Menschen stets im Bewusstsein zu halten und gegen das Vergessen anzugehen.



Als Gewinner kürte die Jury den aus Nordirland stammenden Fotojournalisten Andrew McConnell. Er spiegelt mit seiner eindringlichen Momentaufnahme die Situation der überfüllten Flüchtlingslager in Nord-Kivu wider. Im Laufe der letzten zehn Jahre sind 5,4 Millionen Menschen in der Demokratischen Republik Kongo umgekommen. Seit 2004 machen Kinder 47 Prozent der Opfer aus, in Folgen von Konflikten oder auf Grund von Krankheiten wie Malaria, Lungenentzündungen, Unterernährung und anderer normalerweise vermeidbaren Krankheiten.

Namensgeber des Wettbewerbs und Fotograf Luis Valtueña kam 1997 als spanisches Mitglied der Organisation bei einem Einsatz in Ruanda ums Leben. Ihm und seinen Kolleginnen und Kollegen Mercedes Navarro, Flors Sirera und Manuel Madrazo widmet Ärzte der Welt den 1998 gestifteten Preis.

Ärzte der Welt arbeitet seit dem Jahr 2000 als deutscher Zweig der internationalen humanitären Organisation Médecins du Monde. Unabhängig ihrer Herkunft behandelt und versorgt die Organisation hilfsbedürftige Menschen in Krisensituationen wie Krieg, Naturkatastrophen, Krankheit, Armut und Ausgrenzung. Sie setzen sich für den Zugang zu medizinischer Versorgung als humanitäres Grundrecht für jeden Menschen ein. Derzeit engagieren sich Ärzte der Welt in 68 Ländern weltweit und 165 Gesundheitsprogrammen mit dem Ziel, die jeweiligen nationalen Gesundheitskapazitäten zu stärken. Oberstes Leitprinzip ist es, nicht nur Hilfe zu leisten, sondern auch Verstöße gegen Menschenrechte zu dokumentieren.


Kurzinformation
Laufzeit: 19. März bis 27. Juni 2010
Öffnungszeiten:
Di – Fr 10 – 17 Uhr, Do 10 – 20 Uhr
Sa / So / Feiertage 11 – 17 Uhr, Mo geschlossen

Öffnungszeiten Ostern: 2.4., 3.4. geschlossen
4.4., 5.4.2010 von 11 – 17 Uhr geöffnet
Öffnungszeiten Pfingsten:
23.5., 25.5.2010 von 11 – 17 Uhr geöffnet

Eintritt
Erwachsene 5,00 Euro, Senioren 4,00 Euro,
ermäßigt 3,00 Euro, Schüler 1,50 Euro