Die richtige Stadt in Bayern zum Studieren finden

Es ist nicht einfach den richtigen Studienplatz in Bayern zu finden.

Im Freistaat sind rund 300.000 Studenten an bayrischen Hochschulen und Universitäten eingeschrieben. Viele weiteren Abiturienten sind derzeit am überlegen, ob das Studium an einer bayrischen Hochschule das Richtige für sie ist. Doch wonach entscheidet sich die Wahl des Studienortes?


So viele Städte, so viele Studiengänge

Studieren in Hamburg, Münster oder Nürnberg? Die Wahl des Studienortes fällt man als angehender Student nun mal nicht so leicht wie die Farbe der Socken. Die Entscheidung hängt meistens von unterschiedlichen Faktoren ab:


  1. Der Studiengang:
    Wer sich für beispielsweise Neugriechisch interessiert, der kann sich den Ort seines Studiums aufgrund des spezifischen Studiengangs nicht so frei aussuchen wie ein angehender Mathematikstudent. Dennoch gibt es auch bei verbreiteten Studiengängen Unterschiede: Obwohl der Aufbau eines Studiums an mehreren Universitäten ähnlich ist, bringen einige Universitäten eben Absolventen hervor, die in ihrem Studium bessere Noten erzielten und eine spezifischere Ausbildung erhalten haben. Dies merkt man ganz besonders an Studienfächern, die mit einem Examen abschließen. Für wen die Qualität der Lehre im Vordergrund steht, der entscheidet häufig nach dem Ruf der Hochschule.


  2. Die neue Stadt:
    Für viele weitere Studienanfänger hat auch die Stadt selbst einen hohen Stellenwert. Wer aus seiner Heimatstadt ausbrechen möchte, den zieht es vielleicht in Großstädte wie Berlin, Hamburg oder München. Wer eine überschaubare Stadt bevorzugt, in der man einen Überblick über die gesamten Studenten behält, geht aber auch gerne in kleinere Städte wie Vechta oder Passau. Nicht selten entscheidet der erste Eindruck: Wer Urlaub in einer für ihn tollen und beeindruckenden Stadt gemacht hat, überlegt schon eher, dort ein Studium zu beginnen als in völliger Fremde. Wenn es dann noch den favorisierten Studiengang gibt, ist es umso besser.


  3. Die Nähe zum Heimatort:
    Auch die Nähe zum Heimatort und damit zur Familie ist für viele entscheidend bei der Wahl des zukünftigen Studienortes. Ein Studium bedeutet für viele den ersten richtigen Schritt in die Selbstständigkeit. Da ist es verständlich, dass es einige noch nicht in die ganz andere Ecke Deutschlands zieht. Nicht selten geben Studienabbrecher Heimweh als Grund für das Hinschmeißen an. Wer sich also nicht sicher ist, ob Stadt und Studium wirklich das Wahre sind, kann sich ruhig mal umsehen, ob etwas Passendes in einem 120-km-Radius zu finden ist – nur so als Plan B.


  4. Die Bezugsperson:
    Neben der Familie kann aber auch eine bestimmte Bezugsperson eine große Rolle bei der Immatrikulation an einer bestimmten Universität spielen. Man geht nicht gerne komplett alleine in eine neue Stadt, sondern fühlt sich sicherer, wenn man jemanden an seiner Seite hat. Dies kann entweder ein Partner oder ein guter Freund sein. Dadurch fällt der Abschied von der Heimat häufig sehr viel leichter und man findet gemeinsam Anschluss.



Erst die WG, dann den Studentenjob suchen



© Digital Vision/Thinkstock

Wenn die Wahl des Studiums und des Studienortes gefallen ist, muss man sich um alles Weitere kümmern. Am besten informiert man sich rechtzeitig über eine mögliche Wohnung oder im Idealfall über eine etwaige WG. In dieser findet man schnell Anschluss an neue Leute und hat anfangs keine allzu großen finanziellen Ausgaben. Auch ein Studentenjob gehört dazu. Wo häufig über Kontakte einiges unter der Hand vermittelt wird, gestaltet sich dies in einer neuen Stadt schwierig. Für solche Fälle sollte man sich eine Studentenvermittlung in München oder eben in der jeweiligen Stadt suchen, mit der man schnell und günstig einen Job finden kann. An der Uni angekommen, findet man häufig auch viele Aushangzettel, die auf einen potenziellen Nebenjob hinweisen können. Aber wichtig ist erst einmal das Ankommen in der Stadt und im Studium.