Bier gehört zu Bayern wie Oktoberfest und Lederhosen

Wer Bayern besucht, kommt um ein bestimmtes Kulturgut des Freistaats nicht herum: das Bier. So haben die Bayern eine der ältesten Bautraditionen weltweit. Angefangen hat dies bereits im 8. Jahrhundert, als die Bayuvaren unter den Agilolfinger Herzögen sesshaft wurden.

So ist tatsächlich belegt, dass sich Mönche in Bayern bereits zu diesem frühen Zeitpunkt dem Bierbrauen widmeten. Bis heute ist Bayern, direkt nach Nordrhein-Westfalen, das Bundesland mit der zweithöchsten Bierproduktion Deutschlands. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts lag Norddeutschland dank seiner Nähe zum Meer und dem so möglichen Außenhandels mit seiner Produktion noch vor Bayern – ein Status der sich mit einer moderner werdenden und immer weiter zusammenwachsenden Gesellschaft aber nicht lange halten ließ.



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Weißbier – Das Aushängeschild Bayerns

Besonders an der Biertradition Bayerns ist, dass es über all die Jahre hartnäckig an seinem Weißbier festhielt. Eine Tatsache die selbst heutzutage noch die Assoziationen mit Bayern in der Öffentlichkeit prägt. So ist es für viele Urlauber essentiell, während sie vor Ort sind eine Weißwurst mit Weißbier und Bretzen zu genießen. Wer exklusives Bier liebt und auch nach dem Urlaub in Bayern nicht darauf verzichten möchte, findet ausgewählte Varianten und Klassiker in Fachgeschäften oder online unter Bier Deluxe. So geht beispielsweise mit dem Bier des bayerischen Klosters Andechs der Urlaub auch im Alltag noch weiter.

Tatsächlich erfunden wurde das Bier aber wohl nicht in Bayern, sondern von den Babyloniern und Sumerern. Trotzdem sticht Deutschland mit seinem Reinheitsgebot definitiv aus der Masse der bierproduzierenden Länder heraus. So beschreibt bereits das Biersteuergesetz vom 29.11.1939 untergäriges Bier als ein aus „Gerstenmalz, Hopfen und Wasser durch alkoholische Gärung hergestelltes Getränk“. Obergärige Biere dürfen laut desselben Gesetzes auch Weizenmalz enthalten. Außerhalb Bayerns und Baden-Württembergs ist es zudem zulässig, zur Herstellung von obergärigem Bier auch Zucker und aus Zucker hergestellte Färbemittel zu verwenden.


Besuch in der Klosterbrauerei

Schon um 1700 wurde Bayern endgültig zum Bierland, welches sich aber fast ausschließlich auf die untergärige Brauweise spezialisierte. Um 1750 gab es im Kurfürstentum Bayern nicht weniger als 4.260 gewerbliche Braustätten, allein 67 davon in München. Eine schöne Ergänzung eines jeden Bayernurlaubs ist es, in den alten Klöstern und Brauerein des Landes etwas über die alte Braukunst zu lernen und die alten Hallen und Gebäude zu beschreiten. Viele der Klöster mit langer Brauereitradition sind auch heute noch in Betrieb und bieten neben dem Einblick in alte Biertradition auch die Möglichkeit zu entspannen. Ein gutes Beispiel hierfür ist das im Jahr 617 erbaute Kloster Weltenburg, wo Gäste in der kleinen Gemeinde Kelheim an der Donau einer Brandensteinorgel aus dem Jahr 1728 lauschen können. Die klostereigene Brauerei, welche seit 1050 besteht, gilt zudem als eine der ältesten Klosterbrauereien der Welt und produziert ein preisgekröntes Dunkelbier, welches im Biergarten genossen werden kann.