Autoland Deutschland – wie es um das Image der Branche steht

Deutschland ist über die Landesgrenzen hinweg für seine Autos bekannt. Allein im Jahr 2018 wurden Autos im Wert von über 220 Milliarden Euro aus Deutschland in andere Länder exportiert. Unter anderem China ist ein wichtiger Abnehmer. Viele Chinesen schätzen die Qualität der deutschen Autos. Generell gelten Fahrzeuge deutscher Autobauer in den meisten Ländern der Welt als Statussymbol.

Autoindustrie Deutschland

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Auch die Deutschen selbst lieben ihre Autos. In Bayern ist das ohnehin der Fall. Zum einen nehmen die Bayern hohe Autokredite auf. Zum anderen lieben sie ihre Autos so sehr, dass über 4% dem eigenen Partner beim Fahren misstrauen würden. Es gibt sogar eine Studie, die das belegen kann. Fakt ist, dass Autos in Deutschland einen hohen Stellenwert genießen. Doch wie steht es eigentlich um das Image der Branche? Gerade in Zeiten der Energiewende ist das eine wichtige Frage.

Umweltbilanz bleibt ein Problem

Immer wieder wird die Energiepolitik Deutschlands kritisiert und der Umgang mit den hiesigen Autobauern ist ein Grund dafür. Es lässt sich schließlich nicht bestreiten, dass die Umweltbilanz der Autos ein Problem darstellt. Laut dem Umweltbundesamt verursacht der Verkehrssektor mehr als ein Viertel der Treibhausgasemissionen. In Zeiten, wo wir gemeinsam gegen den Klimawandel kämpfen müssen, ist das nicht erfreulich. Allerdings gibt es auch gute Nachrichten. Der Ausbau der E-Mobilität kommt zwar nur langsam voran, es gibt jedoch bereits bundesweit Fortschritte. Unter anderem die Situation in Berlin und Hamburg ist vorbildlich. Beide Städte sind auf dem besten Weg zur Energiewende. Bereits ein großer Teil der Öffentlichen in Hamburg fährt elektrisch.

Automobilindustrie ein wichtiger Faktor für den Wohlstand

Es steht außer Frage, dass die Automobilindustrie maßgeblichen Anteil an Deutschlands Wohlstand hat. Das ist auch ein Umstand, der vielen Deutschen bewusst ist. Wer Ausländer frägt, was sie mit Deutschland verbinden, wird in der Regel mit Autos konfrontiert. Tatsächlich sind es rund 7,7 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung, die direkt oder indirekt mit der Autoproduktion zusammenhängt. Ganz zu schweigen davon, dass etwa 750.000 Menschen in der Automobilbranche beschäftigt sind. Der Bereich liegt somit sogar vor dem Maschinenbau. Diese wirtschaftliche Bedeutung ist ein Faktor, der ungemein zum Image von Deutschland als Autoland beigetragen hat. Selbst Skandale können daran nicht rütteln. Sobald es um Autos geht, steht Deutschland international an der Spitze.

Verkehrsinfrastruktur in Deutschland bestens ausgebaut

Autoland Deutschland

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In puncto E-Mobilität lässt die Ladeinfrastruktur nach wie vor zu wünschen übrig, wenngleich sie in den letzten Jahren immer besser geworden ist. Geht es hingegen um die Verkehrsinfrastruktur an sich, können sich Autofahrer in Deutschland nicht beklagen. Das Fernstraßennetz in Deutschland gehört zu den dichtesten in ganz Europa. Verwunderlich ist das nicht. Schließlich hat die Politik allein im 21. Jahrhundert Milliarden in den Ausbau von Straßennetzen investiert. Allerdings stößt diese Politik nicht überall auf Zuspruch. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland sieht entsprechende Maßnahmen mit Skepsis. Mehr Straßen würden schließlich nicht zu einer besseren Mobilität, sondern lediglich zu mehr Verkehr führen. Ob dem wirklich so ist, sei dahingestellt. Fakt ist, dass die Umweltbilanz eine wichtige Frage bleibt. Dem Image der deutschen Autobauer wird sie jedoch keinen Abbruch tun können. Zumal diese sich ohnehin bereits auf die Energiewende einstellen.



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