Bayern goes digital! Chancen für regionale Händler im Netz

Ob groß oder klein: Wenn sich Unternehmen für die nahe Zukunft rüsten wollen, müssen sie im Netz präsent sein. Der Onlinehandel boomt und regionale bayerische Einzelhändler sollten diese Entwicklung nicht verpassen. Denn die Bayern sind zwar solidarisch gegenüber dem lokalen Einzelhandel, wünschen sich aber einen besseren Zugang zu Informationen über die lokalen Geschäfte im Internet.

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Kaufvorbereitung läuft online ab

Viele kleine stationäre Händler sehen in den Platzhirschen des Onlinehandels – Amazon, Zalando und Otto – eine Bedrohung für ihr Geschäft. Der allgemeine Trend geht tatsächlich zunehmend in Richtung E-Commerce, wie viele Studien zeigen. Doch die Bayern schätzen ihre lokalen Geschäfte mit den regionalen Produkten. Um aber nicht nur für die treuen Stammkunden attraktiv zu sein, sollten diese digital aufrüsten.

Nach einer Studie des Handelsverbands Bayern sind rund zwei Drittel der Käufer mit der Ausbeute ihrer Internetrecherche nach lokalen Geschäften unzufrieden; rund ein Drittel würde sogar mehr in den lokalen Geschäften kaufen, wenn deren Produkte auch im Internet verfügbar wären.

Selbst eine bloße Onlinepräsenz zahlt sich für Händler aus. Denn viele Käufer suchen im Netz nach Informationen zu den Produkten online, kaufen dann aber doch im Geschäft vor Ort. Mindestens also ein Eintrag bei einer Empfehlungsplattform wie Yelp, den Gelben Seiten oder einem Geschäfteverzeichnis auf einem Online-Stadtportal wie muenchen.de sind wichtig, um mehr potentielle Kunden zu erreichen.

Professionell auftreten im Onlinegeschäft

Die eigene Webseite ist quasi die digitale Visitenkarte eines Unternehmens. Wer keine hat, riskiert sogar unseriös zu wirken. Auf ihrer Webseite können sich Firmen von ihrer besten Seite präsentieren und potentielle Kundschaft optimal auf den Kauf im Laden vorbereiten. Noch kundenfreundlicher ist die Möglichkeit, das regionale Produkt gleich online erwerben zu können. Das ist umso leichter, seitdem man einen eigenen Onlineshop sogar ohne Vorkenntnisse erstellen kann. Mit der Verfügbarkeit der regionalen Produkte online erweitern die Händler auch ihren Verkaufsradius immens.

So einfach es mittlerweile auch ist, einen Onlineshop aufzubauen, so wichtig sind die Nutzung von diversen Online-Marketing-Instrumenten, eine effektive Organisation der Verkaufs- und Versandabwicklung sowie IT-Sicherheit. Alle Aspekte sollten vor allem kundenorientiert sein.

Förderung für KMU

Das Bundeswirtschaftsministerium hat zur Unterstützung bei der Digitalisierung von Betrieben mit weniger als 100 Mitarbeitern das Förderprogramm „go-digital“ ins Leben gerufen. Über 200 Beratungsunternehmen hat das BWM autorisiert, um kleinen und mittleren Unternehmen bei der Suche nach individuellen Lösungen für ihren Onlinehandel, der Digitalisierung des Geschäftsalltags und dem steigenden Sicherheitsbedarf bei der digitalen Vernetzung mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Bis zu 50 Prozent der Beratungskosten können sogar gefördert werden.



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