Bayern: Gute Vorsätze für das neue Jahr einhalten – So gelingt es

Spätestens am Silvesterabend ziehen viele Menschen Jahr für Jahr wieder Bilanz und nehmen sich vor, dass im neuen Jahr alles anders werden soll. Während die einen mehr sparen wollen, sehen sich die anderen schon jeden Tag joggen, gesund kochen und ihre Unterlagen endlich einmal ordnen. Den guten Vorsätzen zum Trotz setzen jedoch die wenigsten ihre Vorhaben in die Tat um. Dass viele an ihrem eigenen Anspruch scheitern, liegt nicht zuletzt daran, dass sie zu viel auf einmal wollen. In Etappen gelingt der Aufbruch zu neuen Ufern.

Bildquelle: flyerwerk - Pixabay.comBildquelle: flyerwerk – Pixabay.com

Oft sind die Ansprüche an den inneren Schweinehund zu vage umrissen oder zu hoch gesetzt. Was bedeutet etwa, „gesünder“ leben zu wollen? Oder auf jegliche Kohlenhydrate zu verzichten, keinen Alkohol mehr zu trinken und täglich mindestens eine Stunde joggen zu gehen? Psychologen raten, nicht zu streng zu sich zu sein und sich realistische Ziele zu setzen, die man Schritt für Schritt umsetzen kann. So kommt auch bei den folgenden beliebten drei Vorhaben kein Frust auf.

  • Mehr Sport machen und abnehmen
    Dass Sportmuffel die seit Jahren lästigen Pfunde in zwei Wochen loswerden, indem sie jeden Tag anderthalb Stunden durch den zugeschneiten Park rennen, ist eine utopische Wunschvorstellung – auch wenn die Werbung pünktlich zum Jahresbeginn etwas anderes verspricht. Besser ist es, sich konkrete Wochenziele zu setzen, ohne sich zu sehr unter Druck zu setzen. Wer bspw. dreimal die Woche für 20 Minuten joggt und sich langsam steigert oder hier in einem Fitnessstudio unter der Anleitung von Experten trainiert, hat schon den wichtigsten Schritt geschafft. Laut Experten hilft es, sich dafür einen Verbündeten zu suchen, der einem bei seinen (Miss-)Erfolgen zur Seite steht und mit dem man sich gemeinsam ein Belohnungssystem ausdenken kann. Hat man seine Wochenziele erreicht, darf man sich etwa wieder einen Schokoriegel gönnen. Fehlt an manchen Tagen die Motivation, sich zu bewegen oder gesund zu ernähren, kann man genauso gut die Natur bei einem entspannten Winterspaziergang genießen oder in eine Therme gehen und sich dort vom Alltagsstress erholen. Denn auch kleine Gewinne tragen auf lange Sicht dazu bei, sein Ziel zu erreichen.
  • Entrümpeln und renovieren
    Der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten und in den Regalen stapeln sich unsortierte Unterlagen? Im Keller geht die Tür kaum noch auf, weil kaputtes Werkzeug und alte Möbel den Weg versperren? Dann ist es höchste Zeit zum Entrümpeln – und zwar sofort. Dabei hilft es, sich erst kleine Bereiche vorzunehmen, etwa den unaufgeräumten Schreibtisch. Je zielorientierter man dabei vorgeht, desto besser. Und wer ehrlich zu sich selbst ist, stellt schnell fest, dass ihm der kaputte Stuhl und die angestaubte alte Lavalampe nicht fehlen werden. Sich neu einzurichten und aufzuräumen beginnt schon im Kopf: Organisieren ist eine zielorientierte Tätigkeit, bei der man an die sonst drohende Gefahr denken kann. Riskiert man mit der kaputten Fahrradkette etwa einen Unfall? Oder breitet sich der Schimmel im Badezimmer noch mehr aus, wenn die Duschwand nicht schnellstmöglich durch eine neue günstige aus dem Netz ausgetauscht wird?
  • Berufliche Veränderungen
    Sich vom Alten zu trennen und zu neuen Ufern aufzumachen, fällt vielen auch im Job schwer. Zu leicht ist es, sich einzureden, dass das Gehalt doch noch erhöht wird oder im neuen Jahr interessantere Aufgaben warten werden. Ob es bei den neuen Vorsätzen nun darum geht, bei der Arbeit zufriedener zu sein oder sich beruflich umzuorientieren – wichtig ist, seine persönlichen Ziele präzise zu formulieren und diese sowohl zielstrebig als auch realistisch zu planen, wie die Karriereexpertin Sylvia Geisler verrät. Auf diese Weise wird klarer, ob es Sinn macht, seine Wünsche gegenüber dem Arbeitgeber nochmals deutlich zu äußern oder sich lieber gleich nach einer neuen Herausforderung umzusehen. Übereilt zu handeln ist jedoch nicht ratsam. Denn eine berufliche Veränderung ist nicht nur eine Frage des Gehalts und der Position; man verlässt auch seine Kollegen und das gewohnte soziale und räumliche Umfeld.


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