Schwabach: die Goldschlägerstadt

Wenn man von Nürnberg über Fürth und Erlangen sich auf den Weg macht, kommt man schnell nach Schwabach und kann hier getrost verweilen. Denn Schwabach wurde mit der „Europa-Nostra-Medaille“ ausgezeichnet für eine besondere gelungene und umsichtige Altstadtsanierung. Die lang zurückreichende Geschichte Schwabachs bleibt so anschaulich, wenn man durch die Stadt flanieren kann und überall die gut erhaltenen Zeugnisse dieser Geschichte besichtigen kann.

Bild: Waggerla

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Schon vor gut 2500 Jahren haben sich hier die Menschen angesiedelt – Franken- und vielleicht auch Schwabenstämme. Man nimmt an, dass sich der Stadtname von „Suapaha“, das heißt „Schwaben-Bach“ herleitet. Schwabach entwickelte sich über die Jahrhunderte zu einer bedeutenden Handwerkerstadt, die auch wirtschaftlich gesehen immer mehr aufstieg.

Schon im späten Mittelalter bewiesen die damaligen Goldschläger ihre Kunstfertigkeiten bei dem Bau der gotischen Stadtkirche durch ihre Blattgoldauflagen im Inneren der Kirche. Der Stadtkirchturm ist das Wahrzeichen von Schwabach. Auch das 1528 fertiggestellte Rathaus mit seinem weithin leuchtenden, goldenen Turmdach ist ein Wahrzeichen der Stadt. Dieses Handwerk der Goldschlägerei aus Schwabach ist heute immer noch berühmt und gefragt. Nicht umsonst schmücken sich nicht nur der Buckingham Palace oder die Türme orthodoxer Kirchen und viele Palastkuppeln in den arabischen Emiraten mit Schwabacher Blattgold.

Schwabach – eine alte Handwerkerstadt und ein moderner Wirtschaftsstandort

Schwabach profitiert nicht nur von der Nähe zu Nürnberg, sondern war immer schon vom „goldenen“ Handwerk geprägt. Über die Goldschläger, die Nadelherstellung, bis hin zum Bierbrauen war alles Handwerk und entwickelte sich später zur Manufaktur. Bis heute hat sich zusätzlich eine spezielle, industrielle Produktion entwickelt. Neben der Nadelfabrikation gibt es noch die Draht- und Kabelindustrie, Maschinenfabriken und die Laborgeräteproduktion. Und wenn heute in der Goldschlägerwerkstatt des Stadtmuseums vorgeführt wird, wie Blattgold entsteht, dann spürt man, was handwerkliches Können bewirkt und bedeutet. Wer es dann noch kulinarisch, fränkisch – deftig liebt, der kann das reichhaltige Goldschlägermenü mit Blattgoldverzierungen genießen.

Bild: Waggerla CC BY-SA 3.0
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