Tüchersfels: Felsendorf in der Fränkischen Schweiz

Die historische Bezeichnung Kirchdorf meint einen kleinen Ort, der eine eigene Pfarrkirche besitzt, in der regelmäßig Gottesdienste abgehalten werden. Auch Tüchersfeld ist ein solches Kirchdorf und liegt im Püttlachtal in der Fränkischen Schweiz.

© Christa Eder - Fotolia.com

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Es zählt in die Zugehörigkeit der Stadt Pottenstein, die selbst wiederum nicht nur ein Luftkurort ist, sondern auch eine der ältesten Burgen in der Fränkischen Schweiz vorweisen kann.

Tüchersfeld ist aber auch wegen der markanten Felsformation bekannt, die aufgrund von massiven Bewegungen in der Gesteinsschicht entstanden sind. In der Frankenalb wurden in der Jungtertiärzeit dicke Schichten aus Oberkreide abgetragen. Durch diese Hebungen entstanden die sogenannten Umlaufberge, die innerhalb einer Flussschlinge liegen. Wenn das Wasser sich ganz zurückzieht, bleibt ein im trocken liegender Umlaufberg zurück, in Tüchersfeld ein markanter Felsen aus Schwammriff.

Beeindruckend ist beim Anblick dieser Felsen vor allem, dass die zu seinen Füßen und am Hang liegenden Häuser wie angeklebt wirken. Mit diesem Anblick wurde Tüchersfeld berühmt und als Motiv auf einer deutschen Briefmarke abgebildet. An den Felsen standen bis zum Dreißigjährigen Krieg zwei Burgen, die die Obere und die Untere Burg genannt wurden. Die Untere Burg wurde bereits 1269 als Festung erwähnt. Hier errichteten Juden im 17. Und 18. Jahrhundert eine Gebäudegruppe und bewohnten diese bis 1860. Diese Gebäude wurden von 1978 bis 1982 wieder renoviert und instandgesetzt und das Fränkische-Schweiz-Museum darin untergebracht. Auch die Synagoge von 1736 ist bemerkenswert, auch wenn von der einstigen Gestaltung nur noch wenig übrig geblieben ist.

Auch die katholische Kirche aus dem Jahre 1950/51 wurde durch eine Stiftung erbaut. Der Turm der Kirche wurde fest mit einem nebenstehenden Gebäude verbunden. Die hierin enthaltenen Deckenbilder und Altarbilder und Gemälde sind als besonders sehenswert einzustufen. Als Gemeinde wurde Tüchersfeld 1972 aufgelöst und der Stadt Pottenstein sowie dem Markt Gößweinstein zugeordnet.

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